Eine Familie für alle Fälle

Wir, der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr, waren auf der Suche nach robusten Trainingspartnern für unsere Wehr. Seit kurzem hat sich die Familie Dolly freundlicherweise dafür zur Verfügung gestellt.  Dabei sind: Jan (Vater), Hilde (Mutter), Imke (Tochter) und Baby Knut.

Sie sind bereit, mit uns Techniken zum Retten zu trainieren. Dazu können wir realistische Übungen
im Gelände, zum Beispiel die Personensuche,
in Gebäuden, auch mal halb aus dem Fenster hängend bei einer Brandfallsimulation, oder
in allen Fahrzeugen, zum Beispiel die Rettung nach Verkehrsunfällen
durchführen.

Wir dürfen sie dabei knautschen, fest zurren, in den Rauch oder unter ein Auto legen. Das und Vieles mehr ist kein Problem für unsere kleine Familie.

Sie sind befüllbar um sich dem Gewicht der Menschen anzupassen, wahlweise mit Sandsäcken, Kieselsteinen oder Granulat. Sie haben ein Frontfach auf der Brust mit Klarsichtfenster für ein oder mehrere Verletzungsmuster z.B. Rauchgasvergiftung oder eingeklemmte Beine bei einem Unfall.

Die verschiedenen Familienmitglieder, alle unterschiedlich groß und schwer, ermöglichen es alle erdenklichen Szenarien auszutesten und dementsprechend zu reagieren.

Wir sind uns sicher, dass sie dazu beitragen eine gute Aus- und Weiterbildung unserer Feuerwehrleute zu gewährleisten.

So kann die Freiwillige Feuerwehr Osterscheps weiterhin sicher und effektiv der Bevölkerung helfen.

Als Förderverein freuen wir uns, durch eure Spenden und Mitgliedsbeiträge diese Übungspuppen zur Verfügung stellen zu können. Danke!

Feuerwehrmann des Jahres – 2020

Diesen Titel kann man sich seit 2018 bei der Freiwilligen Feuerwehr Osterscheps erwerben. Ausschlaggebend ist die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden. Dazu gerechnet werde bei uns Übungsdienste und Einsätze. Die Übungsdienste finden jeden zweiten Donnerstag statt. An diesen Tagen werden grundsätzliche Dinge geübt wie Knoten und Leinenübungen, mit Leiter oder Übungspuppen. Unter anderem sind auch Notfallsituationen wie Löschübungen oder Unfälle jeder Art immer wieder in unserem Repertoire.

Auch der theoretische Unterricht in der Wehr kommt dabei nicht zu kurz, regelmäßig bekommen wir Sicherheitsunterweisungen, denn Selbstschutz muss auch geübt werden. Am Sonntagvormittag kann man sein Stundenkonto erweitern, u.a müssen Bohrbrunnen gespült, Hydranten kontrolliert und die Fahrzeuge auf Vollständigkeit  und Funktion geprüft werden. Das sind nur einige Beispiele, es gibt immer viel zu tun!

Wir hatten in diesem Jahr mehrere Anwärter auf diesen Posten, die Stundenzahlen lagen sehr dicht beieinander.

Unser Feuerwehrmann des Jahres ist:

Nils Gertje

130 Stunden reine Arbeitszeit, küren ihn zum Sieger. Und das in einer Zeit in der wir nicht viel machen konnten und durften. So kann man sich vorstellen wie viele es wären ohne Corona!

Nils ist 34 Jahre jung, Vater von zwei Kindern und als Vorarbeiter im Lager von Sportimport beschäftigt. Neben der Feuerwehr macht ihm auch das Angeln viel Freude.

Überreicht wurde im von seinem Vorgänger Peter Meißner unser rosa „Wander T-shirt“, das den Feuerwehrmann des Jahres auszeichnet. Leider konnten wir ihm noch in keinen angemessen Rahmen die Anerkennung aussprechen die er verdient. Wir hoffen das das bald wieder möglich sein wird.

Feuerwehr gegen Spielmannszug!? – Dörp un Lü

Auch in der Ausgabe 03.2018 der Dörp un Lü des OBV Scheps gibt es wieder eine Feuerwehrseite. Die vollständige Ausgabe ist auf der Seite des OBV Scheps verfügbar online verfügbar.


Feuerwehr gegen Spielmannszug!?

In diesem Jahr bei unserem alljährlichen Boßeln an Himmelfahrt
Feuerwehr gegen Spielmannszug

kam zum ersten Mal eine Frage auf: Wie lange machen wir das eigentlich schon? In dem Moment hatte keiner eine Antwort. “Gefühlt eine Ewigkeit!“ sagten alle. Das ließ mir keine Ruhe und ich verabredete mich etwas später mit ein paar Alterskameraden an einem Sonntagmorgen. Im Gespräch mit Hans-Gerd Oltmer, Hinrich Bischoff, Johann Sandstede und Rolf Büsing kam einiges zu Tage.

Seit ca. 1962 begann die Feuerwehr Osterscheps aus einer Idee heraus an Himmelfahrt mit dem Boßeln. Sie fingen morgens an und boßelten die Hemeler Straße entlang bis zum Ponyhof Neumann und zurück. Wir machen das noch genauso, aber nicht mehr so weit, sondern nur noch bis kurz nach der Straße Auf den Linden. Diese Veranstaltung war schon damals unter den Kameraden sehr beliebt, denn jeder machte mit. Die Werfer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und los ging‘s. Viel Bewegung bedeutet viel Durst!

Für die Pausen wurden mit dem Opel Blitz Kaltgetränke mitgenommen, so wie wir unsere Fahrzeuge immer noch zu diesem Anlass als Getränketransporter verwenden. Damals wie heute ist der Abschluss des Boßelns am Startpunkt beim Feuerwehrhaus. So wie jetzt gab es das damals aber nicht. Nur ein Gerätehaus ohne Mannschaftsraum, was natürlich bei schlechtem Wetter ein Problem darstellte. Versammlungen der Feuerwehr fanden zu der Zeit bei Süsens (Oltmer) im Saal statt. 1972 kamen die Spielleute dazu, diesmal durch eine Wette. „Spielleute boßeln viel besser als Feuerwehrmänner“, wurde behauptet. Das konnten diese wiederum nicht auf sich sitzen lassen und es wurde gegeneinander geboßelt. 1975 bekam unsere Wehr ein LF8. Das passte aber nicht ins Gerätehaus hinein, so dass unser Feuerwehrhaus umgebaut und erweitert wurde. Jetzt war mehr Platz vorhanden – auch zum Feiern.
Es konnten an Himmelfahrt Tische und Stühle von Süsen geholt und in der Fahrzeughalle aufgestellt werden. Damit war das Platzproblem gelöst. Alle Männer (Frauen waren in beiden Gruppen noch nicht dabei) hatten so viel Spaß dabei, dass das Boßeln Jahr für Jahr wiederholt wurde. In einem Jahr gewannen die Feuerwehrleute, im nächsten der Spielmannszug. Das ist bis heute ziemlich ausgeglichen. Manch Feuerwehrmann war auch Mitglied im Spielmannszug. Je nach Beteiligung konnten diese Männer für die eine oder die andere Seite eingesetzt werden. Die Frauen kamen erst im Laufe der Zeit dazu: 1986 beim Spielmannszug und 1996 bei der Feuerwehr. Nun warfen Jung und Alt, Männer und Frauen. Irgendwann wurde dann um einen Wanderpokal und nicht nur um die Ehre geworfen. Im Vordergrund stand und steht aber der Spaß und das *Zusammensein*

Was soll ich sagen, das Boßeln ist immer noch sehr beliebt und ein fester Termin in unserem Kalender!

 


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Unverzichtbar – die Feuerwehr

Die Bezeichnung „Feuerwehr“ stimmt nur noch zum Teil. Denn es sind noch viele andere Notfälle, wo man die Feuerwehr braucht.