Feuerwehr gegen Spielmannszug!? – Dörp un Lü

Auch in der Ausgabe 03.2018 der Dörp un Lü des OBV Scheps gibt es wieder eine Feuerwehrseite. Die vollständige Ausgabe ist auf der Seite des OBV Scheps verfügbar online verfügbar.


Feuerwehr gegen Spielmannszug!?

In diesem Jahr bei unserem alljährlichen Boßeln an Himmelfahrt
Feuerwehr gegen Spielmannszug

kam zum ersten Mal eine Frage auf: Wie lange machen wir das eigentlich schon? In dem Moment hatte keiner eine Antwort. “Gefühlt eine Ewigkeit!“ sagten alle. Das ließ mir keine Ruhe und ich verabredete mich etwas später mit ein paar Alterskameraden an einem Sonntagmorgen. Im Gespräch mit Hans-Gerd Oltmer, Hinrich Bischoff, Johann Sandstede und Rolf Büsing kam einiges zu Tage.

Seit ca. 1962 begann die Feuerwehr Osterscheps aus einer Idee heraus an Himmelfahrt mit dem Boßeln. Sie fingen morgens an und boßelten die Hemeler Straße entlang bis zum Ponyhof Neumann und zurück. Wir machen das noch genauso, aber nicht mehr so weit, sondern nur noch bis kurz nach der Straße Auf den Linden. Diese Veranstaltung war schon damals unter den Kameraden sehr beliebt, denn jeder machte mit. Die Werfer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und los ging‘s. Viel Bewegung bedeutet viel Durst!

Für die Pausen wurden mit dem Opel Blitz Kaltgetränke mitgenommen, so wie wir unsere Fahrzeuge immer noch zu diesem Anlass als Getränketransporter verwenden. Damals wie heute ist der Abschluss des Boßelns am Startpunkt beim Feuerwehrhaus. So wie jetzt gab es das damals aber nicht. Nur ein Gerätehaus ohne Mannschaftsraum, was natürlich bei schlechtem Wetter ein Problem darstellte. Versammlungen der Feuerwehr fanden zu der Zeit bei Süsens (Oltmer) im Saal statt. 1972 kamen die Spielleute dazu, diesmal durch eine Wette. „Spielleute boßeln viel besser als Feuerwehrmänner“, wurde behauptet. Das konnten diese wiederum nicht auf sich sitzen lassen und es wurde gegeneinander geboßelt. 1975 bekam unsere Wehr ein LF8. Das passte aber nicht ins Gerätehaus hinein, so dass unser Feuerwehrhaus umgebaut und erweitert wurde. Jetzt war mehr Platz vorhanden – auch zum Feiern.
Es konnten an Himmelfahrt Tische und Stühle von Süsen geholt und in der Fahrzeughalle aufgestellt werden. Damit war das Platzproblem gelöst. Alle Männer (Frauen waren in beiden Gruppen noch nicht dabei) hatten so viel Spaß dabei, dass das Boßeln Jahr für Jahr wiederholt wurde. In einem Jahr gewannen die Feuerwehrleute, im nächsten der Spielmannszug. Das ist bis heute ziemlich ausgeglichen. Manch Feuerwehrmann war auch Mitglied im Spielmannszug. Je nach Beteiligung konnten diese Männer für die eine oder die andere Seite eingesetzt werden. Die Frauen kamen erst im Laufe der Zeit dazu: 1986 beim Spielmannszug und 1996 bei der Feuerwehr. Nun warfen Jung und Alt, Männer und Frauen. Irgendwann wurde dann um einen Wanderpokal und nicht nur um die Ehre geworfen. Im Vordergrund stand und steht aber der Spaß und das *Zusammensein*

Was soll ich sagen, das Boßeln ist immer noch sehr beliebt und ein fester Termin in unserem Kalender!

 


Kinderseite

Unverzichtbar – die Feuerwehr

Die Bezeichnung „Feuerwehr“ stimmt nur noch zum Teil. Denn es sind noch viele andere Notfälle, wo man die Feuerwehr braucht.

30.06.2017 Feuer Y (Übung)

Um 17:57 Uhr wurden die Feuerwehren Osterscheps, Dänikhorst, Godenshohlt, Barßel, Elmendorf und der ELW 1 der FF Edewecht sowie das DRK Bad Zwischenahn zu einem gemeldeten Brand in einer Halle einer Baumschule alarmiert. Mehrere Personen wurden noch vermisst.
Schnell stellte sich die Situation als eine Übung heraus. Zum einem mussten mehrere Personen aus der brennenden Halle gerettet werden. An einem anderen Ort waren zwei weitere Personen unter einem Anhänger eingeklemmt. Die verletzten Personen wurden dann an das DRK zur Erstbehandlung übergeben.

Eine Herausforderung war die Wasserversorgung bei dieser Übung. Hydranten in direkter Umgebung waren blockiert und die Zufahrt zu einem nahe gelegenen Teich war durch den Brand nicht erreichbar. Somit musste die Wasserversorgung mit mehreren TLFs im Pendelverkehr sichergestellt werden. Als das Feuer drohte auf einer weiteren Halle überzugreifen, wurde ein 30 000 Liter Wasserfass bereitgestellt.

Die Übung endete gegen 20:30 Uhr

 

16.06.2017 Feuer Y (Übung)

Um 21:29 Uhr wurden die Feuerwehren der Gemeinde Edewecht sowie die Johanniter-Unfall-Hilfe zu einen gemeldeten Mittelbrand Y (Menschenleben in Gefahr) gerufen. Nach dem Eintreffen stellte sich heraus, dass es sich um eine Übung handelt.

In einem verrauchten Gebäude wurden mehrere Personen vermisst. Diese wurden durch die Atemschutzgeräteträger gerettet und an der Verletztensammelstelle an die Johanniter übergeben.

In einer angrenzenden Lagerhalle befanden sich mehrere verletzte Personen. Unter anderem war eine Person in einen PKW eingeklemmt und es befand sich eine Person auf einem Baugerüst. Sie wurden gerettet und ebenfalls an der Verletztensammelstelle an die SEG übergeben.

Die Übung endete um ca. 00:30 Uhr

Bericht FF Edewecht

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